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Hedwig von Schlesien (von Andechs)

Namenstage: Hedwig

Funktion: Heilige, Herzogin von Schlesien, Tante der Heiligen Elisabeth von Thüringen

Gedenktag: 16. Oktober

Patronat: Schlesien, Polen, Berlin, Breslau (Wroclaw), Trebnitz (Trebnice), Krakau (Krákow); der Heimatvertriebenen und Brautpaare

Geboren wurde Hedwig von Schlesien im Jahr 1174 auf Schloss Andechs am Ammersee in Bayern. Als Tochter des Grafen Berthold IV. von Meran wurde sie im Kloster Kitzingen von einer Tante, die dort Äbtissin war, erzogen. Mit zwölf Jahren wurde Hedwig mit Herzog Heinrich I. von Schlesien verheiratet, mit dem sie sieben Kinder hatte. Als Herzogin bemühte sie sich um die Pflege und Vertiefung des christlichen Glaubens bei der schlesischen Bevölkerung, holte mehrere Orden ins Land und unterstützte diese. Um 1201 stiftete sie das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz (nördlich von Breslau), in das sie nach dem Tod ihres Mannes 1238 selbst eintrat, allerdings ohne das Ordensgelübde abzulegen.
Erzählt wird von Hedwig, dass sie nicht nur äußerst fromm und mildtätig, sondern sich selbst gegenüber streng war und auf jegliche Bequemlichkeiten verzichtete. Im kältesten Winter soll sie sich durch Barfußgehen selbst kasteit haben (als ihr der Bischof Schuhe verordnete, trug sie diese gehorsam – allerdings in der Hand).
Am 15. Oktober 1243 starb Hedwig von Schlesien im Kloster Trebnitz. Bereits 1267 wurde sie von Papst Clemens IV. heiliggesprochen.
Das Kloster Trebnitz und die dortige Begräbnisstätte der Heiligen Hedwig sind heute in Schlesien ein bekannter Wallfahrtsort. Ein Teil der Reliquien wurde in das Kloster Andechs überführt.
Die Heilige Hedwig ist Patronin der Brautleute, weil sie Mädchen in den Ehestand verhalf und ihnen eine genügende Aussteuer schenkte.

Darstellung: als Almosen spendende Fürstin oder als barfüßige Nonne

Attribute: Krone; Kirchenmodell (Stifterin des Zisterzienserinnenklosters Trebnitz), Kruzifix, Rosenkranz, Gebetbuch, Marienbild oder -statuette, Schuhe (in der Hand), Brote (Mildtätigkeit)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010

 
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